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Kategorie: Allgemein

„… wie auf wunden Füßen“. Ingeborg Bachmanns frühe Jahre

Über die Jugendjahre Ingeborg Bachmanns ist immer noch wenig bekannt. Dabei hat die Autorin ihre Kindheit vielfach literarisch verarbeitet – in bemerkenswerten Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einige dieser frühen Werke wurden bereits in unterschiedlichem Rahmen abgedruckt, andere obliegen immer noch den strengen Zugangsbeschränkungen der Nachlassverwalter.

Durch die Jugendtexte Ingeborg Bachmanns zieht sich eine Spur der Verwundung. Traumatische Erlebnisse werden angedeutet, Tragödien, die in den häuslichen Bereich verweisen und im Schaffen der Autorin Jahre später mit dem Naziterror und der historischen Wirklichkeit des 2. Weltkriegs verknüpft werden.

Erstmals präsentiert Regina Schaunig in ihrer biografischen Studie eine Sammlung früher Bachmann-Texte und stellt ihnen neue Berichte von Zeitzeuginnen, darunter Mitschülerinnen, Dokumente und Archivalien zur Seite. Auch in der Forschung bisher nicht berücksichtigte biografische Hintergründe werden zum Gegenstand ihrer Analyse gemacht, so etwa das Verhältnis der jugendlichen Schriftstellerin zu ihrem Mentor, dem Erzähler und Kulturpolitiker Josef Friedrich Perkonig und auch das in den Todesarten-Romanen wiederkehrende Thema der sexuellen Traumatisierung.

Die hier vorliegende erste Jugendbiografie Ingeborg Bachmanns mit einem Ensemble von rund vierzig frühen Gedichten bietet den Leserinnen und Lesern einen komplexen wie auch überraschenden Zugang zu einer der rätselhaftesten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

„… wie auf wunden Füßen. Ingeborg Bachmanns frühe Jahre“ wurde 2014 im Verlag Johannes Heyn in Klagenfurt veröffentlicht und ist im Buchhandel erhältlich.

Vgl. die Hinweise auf Perlentaucher.de und die Buchbesprechungen von Kurt Bartsch auf https://www.literaturhaus-wien.at/review/wie-auf-wunden-fuessen-ingeborg-bachmanns-fruehe-jahre/ und von Franz Haas in der Neuen Zürcher Zeitung

AKTUELL:

Buchvorstellung am 3. Juni 2026 um 9:30 Uhr in der Reihe „Literatur am Vormittag“, Bücherei 9073 Viktring https://www.viktring.bvoe.at/veranstaltungen

Vortrag und Buchvorstellung am 19. Juni 2026, um 18 Uhr im „Bachmannhaus“, Henselstraße 26 (bei Schlechtwetter: Schweizerhaus) https://landesmuseum.ktn.gv.at/kalender?eid=1884

Hildegard von Stein – Gräfin der Armen

Die Geschichte Hildegards von Stein führt zurück ins 10. Jahrhundert. Auf Betreiben des Salzburger Erzbischofs Odalbert II. wird die junge Nonnberger Klosterschülerin Hildegard mit dem gefürchteten Panzerreiter Albuin vom Chiemgau vermählt. Von der kindlichen Braut wird erwartet, ihren jähzornigen Gemahl durch christliche Liebe zu besänftigen und gemeinsam mit ihm auf ihren Gütern in Karantanien die heidnischen Slawen zu missionieren. Während Albuin mit gezücktem Schwert durchs Land zieht und den politischen Umsturz plant, erweitert Hildegard ihr Wissen über Heilkunst und kämpft gegen Krankheit, Armut und fehlende Bildung im Land an der Drau.

Der Roman stützt sich auf historische Quellen und Legenden und zeichnet durch seine lebensnahen Figuren und farbigen Alltagsszenen ein anschauliches Bild frühmittelalterlicher Kultur.

Eine junge Markgräfin vermittelt im 10. Jahrhundert im Grenzland Karantaniens zwischen Germanen und Slawen, Christen und Heiden und kümmert sich über alle Standesgrenzen hinweg um Bedürftige und Kranke. Hildegard von Stein, die lange vor ihrer Namensvetterin Hildegard von Bingen lebte, wird zu einer der ersten selbstbestimmten Frauen Europas.

Der historische Roman „Hildegard von Stein – Gräfin der Armen“ ist im Frühjahr 2022 im Verlag Hermagoras/Mohorjeva , Klagenfurt, erschienen. Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich und wurde erstmals am 16. Mai 2022 in Klagenfurt präsentiert, weitere Präsentationen folgten.

Ein Bericht darüber findet sich auf „kärnten.ORF.at“: https://kaernten.orf.at/stories/3170328/

„Hildegard von Stein – Gräfin der Armen“ erschien 2025 in slowenischer Übersetzung von Davorin Flis unter dem Titel „Liharda Kamenska – Grofica Revnih“ bei Mohorjeva/Hermagoras:

„Hildegard von Stein – Gräfin der Armen“ ist eine überarbeitete Fassung von „LIHARDA. Das Leben der Hildegard von Stein“, das 2019 in der Reihe INTERREG-SLOVENJA-AVSTRIA/SPREAD-THE-KARAWANKS, Hermagoras/Mohorjeva in Klagenfurt erschienen ist.

Mal mir Liebe

Roman

Die Norditalienerin Sile wächst in der Obhut eines frommen Kinderfräuleins auf, das ihr Mutter und Vater ersetzt und sie von allen Übeln der Gegenwart fernhält. Entsprechend groß ist Siles Verwirrung, als in der Idylle ihres alten Landhauses schrille Akteure der Mailänder Modeszene auftauchen und ihr die heute herrschende Moral erklären. Die Zwanzigjährige sucht zunächst Trost bei ihren Vorfahren, die impressionistische Maler gewesen waren.

Schließlich siegt jedoch Siles Bedürfnis, unter Menschen zu gehen. Sie beginnt ein Kunststudium in Venedig und befreundet sich mit den dortigen Fridays for Future. Zu ihnen gehört auch der junge Komponist Rodolfo, der weniger durch Straßenproteste als durch Alte Musik die Welt zu retten versucht. Während die Fridays immer radikalere politische Positionen beziehen, um ihre Klimaforderungen durchzusetzen, beschließen Sile und Rodolfo, einen längst vergessenen Gott auf die Erde zurückzurufen.

© 2026 Regina Schaunig

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