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Der Musik hinter Worten und Schriften lauschen, Literatur verstehen, sie durchleben, alte Sprachen und Handschriften erforschen, Verblasstes rekonstruieren, Verborgenes ans Licht bringen und in wissenschaftlichen Publikationen aufbereiten, Bruchstücke vergangener Ereignisse und Biografien sammeln und in größere Zusammenhänge stellen – dies sind seit jeher meine Leidenschaften. Sie haben meine literaturwissenschaftliche Laufbahn über mehr als zwanzig Jahre geprägt und entwickeln sich, seit ich mich aus der Forschung zurückgezogen habe, in Richtung eigenes literarisches Schreiben.

Zu diesem Zweck bewohnte ich südlich der Drau für einige Jahre ein altes Bauernhaus, das ich mein „Schreibhaus“ genannt habe. Es lag am ,Ende der Welt‘, wo der Asphalt aufhört und ein Wiesenweg beginnt, wo das Trinkwasser einem Felsen entspringt, Wärme aus alten Holzöfen kommt und das Gras auf Fensterhöhe wächst. Eine mythische Landschaft unter den Karawanken, in der Slowenisch und Deutsch ineinanderfließen, wo jeder sich mit ,Du‘ anspricht. Es war das Gefühl, Heimat zu betreten.

Zwischen Steiner Berg und Skarbin ist 2018 der Roman Liharda entstanden, der 2019 bei Mohorjeva/Hermagoras in Klagenfurt in einer ersten Fassung erschien, und 2022 in einer kompakteren Taschenbuchausgabe nochmals aufgelegt wurde, Titel Hildegard von Stein – Gräfin der Armen. Die darin erzählte Geschichte hat sich so oder ähnlich im 10. Jahrhundert ereignet und schien auf mich schon gewartet zu haben. Das Leben der Volksheiligen Hildegard von Stein, im Slawischen Liharda Kamenska, hallte von den steilen Felswänden des Skarbin wider, man konnte ihr hier nicht entkommen. Ebenso lieferten Berg und Tal die dazugehörigen Figuren. Ich freue mich über viele positive Reaktionen meiner Leserinnen und Leser und hoffe, sie werden auch schmunzeln und sich von der frühmittelalterlichen Welt ein wenig gefangennehmene lassen.

Auch der darauffolgende Roman setzt an der Stille dieses Ortes an, am weiten Atemraum dieses Himmels, der im Jahr 2020, während der Isolation, noch näher rückte und in dem sich meine Phantasie ein Haus jenseits der Karawanken baute. Etwa vier Jahre lang schrieb ich an – und rang mit diesem Gegenwartswerk über eine Himmelsmalerin – einen Schmerz aufarbeitend, der untragbar schien, der letztlich jedoch, in Seide verpackt, unter dem Titel „Mal mir Liebe“ seine feierliche Aufbahrung gefunden hat. Dieser Roman über eine junge Malerin und ihre Suche nach einem eigenen künstlerischen Weg, der sich dem Strom der Zeit widersetzt, ist eine Auseinandersetzung mit der heutigen Welt und dem Klimawandel, lokalisiert im norditalienischen Raum.

Fertigstellen konnte ich „Mal mir Liebe“ erst, als ich über den Fluss Richtung Norden zog. Hier wohne ich – wie ich es mir von Jugend an vorgestellt hatte – als eine Spitzweg-„Poetin“ unterm Dach einer Kleinstadt und schrieb zuletzt innerhalb relativ kurzer Zeit das Buch über den spätgotischen Maler Thomas Artula, das 2026 als „Thomas von Villach“ herauskommen soll.

Lyrik ist zwischendurch entstanden, angestoßen von Naturerlebnissen, spirituellen oder zwischenmenschlichen Erfahrungen. Alles bisher unpubliziert. Auf diesen Seiten finden Sie ein paar Kostproben.